Gute Produktfotos verkaufen besser

Written by Borens. Posted in Tipps und Tricks

Sicher haben Sie sich schon viele Gedanken darum gemacht, wie Sie gute Fotos Ihrer Produkte in den Shop bekommen? Natürlich können Sie einen Fotografen damit beauftragen. Doch oft fehlt das nötige Budget, denn Profifotografen sind recht teuer. Und nicht jeder gelernte Fotograf weiß, wie man Ihre Produkte richtig in Szene setzt.

Sehr oft bleibt dann nur die Möglichkeit, Fotos selbst anzufertigen. Doch hier beginnt meistens das Drama. Ich habe selten, oder besser gesagt fast niemals auch nur halbwegs gute, selbstgemachte Produktfotos gesehen. Schlechte Fotos gehören aber nicht in den Shop, denn damit vergrault man die Kunden.

Doch wie kommen Sie nun zu ordentlichen Produktfotos? Eigentlich relativ einfach. Sie müssen sich nur die nötigen Gerätschaften anschaffen und sich etwas Zeit zu nehmen.

Eine Digitalkamera hat heutzutage ja fast jeder. Ausreichend ist eine Kamera mit 4 oder 5 Megapixel. Allderdings vorsicht mit Handykameras. Die sind wegen der mickerig kleinen Linse meistens ungeeignet, auch wenn die Pixelzahl passt.

Außer der Kamera benötigen Sie vor allem viel Licht. Die meisten schlechten Fotos entstehen durch zu wenig Licht. Die Farben werden blass und die Kontraste verschwinden. Solche lichtschwachen Fotos sind einfach nur grau(enhaft).

Kaufen Sie sich zwei oder besser drei einfache Baustrahler im Baumarkt. Die bekommen Sie inkl. Stativ schon für knapp 15,00 EUR das Stück. Legen Sie noch 3 bis 5 ca. 10 mm starke Styroporplatten dazu. Die brauchen Sie später, um das Licht zu lenken. Dann noch eine neues, glattes, weißes Leinentuch (Bettuch), einen Besenstiel und vielleicht noch eine Mehrfachsteckdose und etwas Verlängerungskabel.

Für die Kamera wäre ein einfaches Stativ sehr günstig, damit Sie nichts verwackeln. Ja, das passiert auch gerne bei mehr als ausreichendem Licht. Also besser vom Stativ fotografieren.

Nun stellen einen Stuhl auf eine der schmalen Seiten eines normalen Tisches. Den Besenstiel binden sie oben an die Lehne, so dass eine Querstange entsteht. Legen Sie nun das Leinentuch über den Tisch und ziehen es oben über den Besenstiel. Befestigen Sie das Tuch mit Wäscheklammern oder anderen geeigneten Klemmen.

Das Tuch hängt nun wie ein Hohlkelhl vom Stuhl über den Tisch bis über Vorderkante. In diesen Hohlkehl können Sie nun Ihre Produkte stellen. Die Kamera stellen Sie auf dem Stativ vor den Tisch und bringen sie in etwa auf die gleiche Höhe wie das Fotoobjekt oder ein klein wenig höher.

Die Lampen stellen Sie so auf:
1. Strahler links neben den Tisch, von seitlich (deutlich höher als der Artikel) auf den Artikel ausrichten.
2. Strahler rechts neben den Tisch, von seitlich (etwas höher als der Artikel) auf den Artikel ausrichten.
3. Strahler hinter den Tisch stellen, von möglichst weit oben auf den Artikel ausrichten.

Bitte beachten, dass die Strahler heiß werden können, also nicht zu nah aufstellen. Ein Meter Abstand sollte ausreichen.

Nun sollte der Artikel recht gleichmäßig und gut ausgeleuchtet sein. Etwas Schatten darf sein, nur keine harten Schlagschatten. Fotografieren Sie ohne den Blitz der Kamera. Machen Sie mehrere Aufnahmen vom gleichen Artikel und evtl. die Anordnung der Lampen zwischendurch etwas verändern, um noch unerwünschte Schatten oder Reflektionen weg zu bekommen.

Wenn das direkte Anleuchten des Artikels zu unerwünschten Reflektionen führt, richten Sie die Strahler über den Artikel auf die Gegenseite und stellen dort jeweils eine oder zwei Styroporplatten als Lichtreflektoren auf. Durch Schwenken und Neigen der Platten können Sie das Licht noch etwas lenken.

Kleider sollten entweder von Modellen getragen oder auf Puppen fotografiert werden. Auch hier unbedingt mit mehr als ausreichend Licht arbeiten. Baustrahler von möglichst weit oben ausrichten. Einen davon so, dass er eine hinter dem Model / der Puppe befindliche Wand gut ausleuchtet. Ohne Blitz fotografieren.

Je nach Kamera und Lampen können die Fotos einen Farbstich bekommen. Den können Sie aber in jedem halbwegs guten Fotobearbeitsprogramm mit dem automatischen Farbabgleich korrigieren. Gehen Sie vorsichtig mit weiteren Bildbearbeitungsoptionen wie Schärfen, Helligkeit und Kontrast um.

Rechnen Sie die Fotos erst nach dem Bearbeiten auf die für den Shop richtige Größe herunter. Behalten Sie aber auf jeden Fall die Originale. Diese benötigen Sie vielleicht später noch einmal.

Nun sollte es Ihnen gelingen, ordentliche Produktfotos zu bekommen.

Vergessen Sie nicht: Je besser Ihre Fotos, um so eher überzugen Sie Ihre Kunden von Ihren Produkten.

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